IoT im Hotel: Vier Anwendungen, die Ihren Betrieb entlasten

Image


Nicht jedes belegte Zimmer benötigt täglich eine vollständige Reinigung. Nicht jeder Raum erreicht die gewünschte Temperatur. Und nicht jede Abweichung fällt rechtzeitig auf. Vernetzte Sensoren und digitale Service-Buttons machen sichtbar, wo im Hotelbetrieb Handlungsbedarf besteht. So können Sie Mitarbeitende gezielter einsetzen, Ressourcen schonen und den Komfort Ihrer Gäste verbessern.



Entscheidungen beginnen mit verlässlichen Information

Das Buchungssystem zeigt, welche Zimmer vergeben sind. Das Housekeeping arbeitet mit Reinigungsplänen. Die Gebäudetechnik kennt eingestellte Sollwerte. Servicewünsche erreichen die Reception über Telefon, Türschilder oder persönliche Rückfragen.

Was häufig fehlt, ist eine gemeinsame, aktuelle Sicht: Welche Reinigung wünschen die Gäste? Wann werden Räume genutzt? Wo weichen Temperaturen über längere Zeit ab?

Hier setzt das Internet der Dinge, kurz IoT, an. Sensoren erfassen definierte Zustände und übermitteln sie an eine zentrale Plattform. alfons.io führt diese Informationen zusammen und macht sie für den Hotelbetrieb nutzbar.



 

    1. Service Buttons: Housekeeping nach Bedarf planen

    Nicht alle Gäste wünschen täglich denselben Service. Einige möchten eine vollständige Reinigung, andere lediglich frische Handtücher oder bewusst keinen Zimmerservice.

    Mit einem Service Button im Zimmer können Gäste die gewünschte Leistung direkt anfordern. Die Anfrage wird digital übermittelt und steht dem Hotelbetrieb zentral zur Verfügung.

    Das erleichtert Ihre Planung:

    • Reinigungsleistungen lassen sich am tatsächlichen Bedarf ausrichten.
    • Rückfragen, unnötige Wege und Unterbrechungen können reduziert werden.
    • Arbeitszeit, Wäsche und Reinigungsmittel werden gezielter eingesetzt.
    • Gäste erhalten mehr Einfluss auf die Gestaltung ihres Aufenthalts.

     

    Erst wenn die Kundenwünsche direkt in die tägliche Einsatzplanung des Housekeepings einfliessen, entsteht aus der digitalen Anfrage eine spürbare Entlastung. Durch den Einsatz von Service Buttons lassen sich die Reinigungskosten erfahrungsgemäss um rund 20 Prozent senken. 



    2. Belegungsdaten: Reinigungszeitpunkte besser abstimmen

    Eine Buchung zeigt, dass ein Zimmer vergeben ist. Sie sagt jedoch nicht aus, ob das Zimmer auch gerade genutzt wird. Raumbelegungssensoren liefern dazu zusätzliche Informationen, beispielsweise mittels Bewegungs- oder Infrarottechnologie.

    In Verbindung mit den Serviceanfragen helfen diese Daten, Reinigungszeitpunkte besser abzustimmen und unnötige Störungen zu reduzieren. Über längere Zeiträume werden Nutzungsmuster sichtbar, die auch die Personal- und Einsatzplanung unterstützen können.

    Wichtig ist, die Daten passend zur eingesetzten Sensorik zu interpretieren: Ein ausbleibendes Bewegungssignal allein bedeutet nicht zuverlässig, dass ein Zimmer leer ist. Welche Zustände erfasst werden, wer darauf zugreifen darf und wie Gäste informiert werden, gehört deshalb zur Planung.


     

    3. Wasserhygiene: Temperaturabweichungen frühzeitig erkennen

    Relevante Wassertemperaturen regelmässig im Blick zu behalten, ist ein Bestandteil des betrieblichen Legionellen-Managements. Vernetzte Temperatursensoren unterstützen diese Aufgabe an definierten Messpunkten. Sie ermöglichen es, Temperaturverläufe laufend zu erfassen und zentral zu dokumentieren.

    Verantwortliche können dadurch:

    • Abweichungen von festgelegten Sollwerten erkennen.
    • Auffällige Verläufe gezielt prüfen.
    • Messdaten für die betriebliche Dokumentation nutzen.

     

    Temperatursensoren messen keine Legionellen. Die Überwachung der Wassertemperatur ergänzt das Hygienekonzept; erforderliche Wasserproben, die fachliche Beurteilung der Sanitärinstallation und weitere Präventionsmassnahmen bleiben notwendig.


     

    4. Raumklima: Erkennen, wo der Gästekomfort leidet

    Eine eingestellte Raumtemperatur sagt wenig darüber aus, wie warm oder feucht es in jedem einzelnen Zimmer tatsächlich ist.
    Sonneneinstrahlung, Lage und Nutzung können dazu führen, dass Räume unterschiedlich warm, kühl oder feucht sind. Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren machen diese Unterschiede sichtbar. Mit entsprechend ausgestatteten Sensoren lässt sich zusätzlich die CO₂-Konzentration erfassen.

    Die Messwerte helfen, konkrete Fragen zu beantworten:

    • Welche Zimmer sind wiederholt zu warm oder zu kühl?
    • Wo treten auffällige Feuchtigkeitswerte auf?
    • Erreichen Heizung, Lüftung und Kühlung die gewünschte Wirkung?
    • Verändern sich die Werte abhängig von Tageszeit und Nutzung?

     

    Werden zusätzlich Energieverbrauchsdaten eingebunden, lassen sich Raumklima, Nutzung und Verbrauch gemeinsam betrachten. So entsteht eine bessere Grundlage, um Einstellungen, Betriebszeiten und mögliche Investitionen zu überprüfen.


    Wo lohnt sich IoT in Ihrem Hotel?

    Der passende Einstieg liegt dort, wo Informationen fehlen und daraus regelmässig Mehraufwand entsteht. Das kann die Abstimmung im Housekeeping sein, die Kontrolle von Wassertemperaturen oder die Suche nach Ursachen für ein unangenehmes Raumklima.

    Mit alfons.io lassen sich unterschiedliche Anwendungen auf einer Plattform zusammenführen. Sie können mit einer konkreten Aufgabe beginnen und die Lösung später erweitern.

    Erfahren Sie mehr über die IoT-Lösungen «Hotel Usage Analytics»


    Zurück zum Blog